Stigmata begegnen uns in allen Bereichen unseres Alltags. Sie stecken Menschen oder ganze Gruppen in thematische Schubladen, die mit Erwartungen und Vorurteilen belegt sind. Auch Gestaltung kann bewusst oder unbewusst Stigmata adressieren, verstärken oder ihnen entgegenwirken. Doch wo und wie steht Gestaltung im Bezug zu Stigmata? Wie lässt sich dies objektiv unter die Lupe nehmen und Gefahren einer stigmatisierenden Gestaltung umgehen?

In dieser Basics-Folge betrachten wir das Phänomen Stigma im Kontext der Gestaltung genauer. Wir richten unseren Blick auf Negativbeispiele wie auch Ansätze, wie Gestaltung Stigmata abbauen, z.B. negative Aufladungen durch gezielte Inszenierung umkehren kann. Dabei nehmen wir direkten Bezug auf Literatur und Forschung, die sich diesem Thema widmet.

 

Relevante Links und weiterführende Informationen hierzu sind:

Pullin, Graham (2009): Design meets disability. Cambridge, Mass: MIT Press.

Norman, Donald A. (2011): Living with complexity. Cambridge, Mass: MIT Press.

Ciompi, Luc; Hoffmann, Holger; Broccard, Michel (Hg.) (2011): Wie wirkt Soteria? Eine atypische Psychosenbehandlung kritisch durchleuchtet. Online-Ausgabe. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme Verlag und Verlagsbuchhandlung GmbH.

Calton, Tim; Ferriter, Michael; Huband, Nick; Spandler, Helen (2008): A systematic review of the Soteria paradigm for the treatment of people diagnosed with schizophrenia. In: Schizophrenia Bulletin 34 (1), S. 181-192. DOI: 10.1093/schbul/sbm047.

Rehn-Groenendijk, Jonas; Chrysikou, Evangelia; Müller, Helena (2022): Everyday objects as therapeutic elements in psychiatric wards: a theoretical design framework to strengthen patients’ valorization and control. In: Design for Health, S. 1-16. DOI: 10.1080/24735132.2022.2143157.

TED Talk von Aimee mullins: Aimee Mullins und ihre 12 Paar Beine
https://www.ted.com/talks/aimee_mullins_my_12_pairs_of_legs?language=de